Fährtenhund ist die Bezeichnung für einen Hund, der eine Ausbildung in der Fährtenarbeit erhalten hat. Insbesondere Sporthunde nach dem Ablegen einer Fährtenhundprüfung (FH) werden so bezeichnet. Fährtenhunde werden als Diensthunde, im Hundesport oder bei der Jagd als Jagdhunde geführt. Auch die Arbeit von Rettungshunden beinhaltet Elemente der Fährtenarbeit. Bei der Jagd finden vor allem Schweißhunde zur Nachsuche Verwendung. Das sind Hunde, die Fährten von blutendem ("schweißendem") Wild suchen.

Die Fährtensuche ist eine Sportart, bei der dem Hund ein hohes Maß an Konzentration und Ausdauer abverlangt wird. Grundsätzlich ist jeder Hund fähig, Fährten zu suchen, und den meisten Hunden macht diese Arbeit sehr viel Spaß.

Fährte

Im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gibt es verschiedene Prüfungen in der Fährtenarbeit. Die üblicherweise erste davon besteht in der Abteilung A der Vielseitigkeitsprüfung (Stufe 1 bis Stufe 3), die auch als eigenständige Prüfung abgelegt werden kann und dann Fährtenprüfung (FPr 1 bis FPr 3) genannt wird. Man unterscheidet die Prüfung in zwei Stufen:

  • Fährtenhundprüfung Stufe 1 (FH 1)
  • Fährtenhundprüfung Stufe 2 (FH 2)

 

Fährtenhundprüfung Stufe 1

Die Fährte muss mindestens 1200 Schritt lang sein. Dem Gelände entsprechend werden sechs rechte Winkel in der Fährte eingearbeitet. Auf offenem Gelände muss die Hauptfährte von zwei frischen Fährten gekreuzt werden. Auf der Fährte werden vier Gegenstände in unregelmäßigen Abständen abgelegt, die vorher 30 Minuten lang vom Fährtenleger getragen werden. Die Gegenstände bestehen aus unterschiedlichem Material und dürfen sich in der Farbe nicht wesentlich von Gelände abheben.

Fährtenhundprüfung Stufe 2

Bei dieser Prüfung beträgt das Mindestalter des Hundes 20 Monate. Die bestandene FH Sufe 1 ist Startvoraussetzung. Die Fährte muss eine Länge von 1800 Schritt aufweisen und sieben Winkel beinhalten, mindestens zwei davon spitzwinklig. Des Weiteren muss ein Bogen enthalten sein, und die Fährte muss von zwei frischen Fremdfährten geschnitten werden. Auf der Fährte werden sieben Gegenstände abgelegt.

Unterschiede FPr 1 bis 3 und FH 1 bis 2:

Prüfung
Länge
(Schritt)
Schenkel
(Anzahl)
Winkel
(Anzahl)
Gegenstände
(Anzahl)
Suchzeit
(min)
Liegezeit
(min)
Fährtenart Besonderheiten
FPr 1 300 3 2 2 15 20 Eigen  
FPr 2 400 3 2 2 15 30 Fremd  
FPr 3 600 5 4 3 20 60 Fremd  
FH 1 1200 7 6 7 30 180 Fremd Verleiterfährte
FH 2 1800 8 7 7 45 180 Fremd Verleiterfährte

Vorraussetzungen:

  • Der Hund muss mindestens 18 Monate alt sein.
  • Es muss eine Hundehaftpflichtversicherung vorhanden sein.
  • Der Hund muss geimpft sein.
  • Der Hund muss gechipt oder tätowiert sein.
  • Der Hund muss bereits eine erfolgreich abgelegte Begleithund- bzw. eine Vielseitigkeitsprüfung abgelegt haben.
  • Für das Ablegen der Prüfung ist die Mitgliedschaft in einem Verein bzw. VDH-anerkannten Verband nötig.

Trainer: Holger Kraus

Ausbildung vorerst nur nach fernmündlicher Absprache, meistens Sonntagvormittag oder auch wochentags abends.

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